- 28:22 (12:11)

SAP-Arena
4.649 Zuschauer

Handball, 1. Bundesliga (2015/16), 13. Spieltag

Leipziger Woche (Teil II)

Einlauf DHfK
Einlauf DHfK
Heute also der zweite Teil meiner Leipziger Woche. Nach dem am Sonntag das Heimspiel vom RB Leipzig eher unerwartet verloren ging, war die heutige Niederlage des DHfK eingeplant. Der DHfK Leipzig spielt so weit eine überragende Saison. Als Aufsteiger hatten sie vor der Partie 12:10 Punkte und bereits Hamburg und Magdeburg besiegt. Was für die Handball-Bundesliga der letzten Jahre eher ungewöhnlich ist, denn die Aufsteiger fanden sich meist am Ende der Tabelle wieder. Die Rhein-Neckar Löwen führten die Tabelle ohne Minuspunkte an. Nachdem sie die letzten Jahre die Meisterschaft knapp verpasst hatten, haben sie zu dieser Saison noch mal ordentlich nachgelegt. Dadurch, dass Kiel mit Filip Jícha ihren besten Spieler kurzfristig abgegeben haben, hat sich der größte Konkurrent der Löwen deutlich geschwächt. Je nachdem, wie sie den Champions League Irrsinn (allein 14 Gruppenspiele) kräftemäßig überstehen, stehen die Chancen auf den Titel so gut wie nie.

Bei den Mannheimern wurde Uwe Gensheimer, der Star der Mannschaft, geschont. Und der Stammtorhüter Mikael Appelgren saß mit einer Zerrung auf der Bank. Seine Vertretung Richard Štochl hielt anfänglich fast nichts. Der Leipziger Keeper Miloš Putera hingegen entschärfte viele hochkarätige Chancen. Und so gelang es Leipzig die erste Halbzeit offen zu halten. Als der DHfK auch in der 44. Minute noch alle Chancen auf einen Punktgewinn hatte, brachte Nikolaj Jacobsen (der Mannheimer Trainer) nun Gensheimer - davor hatte er bereits die Siebenmeter-Würfe übernommen und alle sicher verwandelt. Und auf einmal hielt Štochl ein paar Bälle, Kim Ekdahl Du Rietz kam zu freien Würfen und am Ende stand ein standesgemäßer 6-Tore-Sieg.

Bei einem Spitzenspiel ist die SAP-Arena ausverkauft. Zum heutigen Spiel kamen 4600 Zuschauer. Vor dem Spiel wirkte das etwas leer. Aber wenn es dann mal losgeht, ist die Stimmung da. Obwohl für mich im Handball der Grat zwischen Stimmung und “einfach Krach” fließend ist. Bei jedem Angriff werden die Klatschpappen geschwungen und die Trommeln traktiert. Der Spielverlauf ist dabei nebensächlich. Und während der Auszeiten dröhnt laute Musik aus den Boxen. Ich sehe keinen Sinn in der Dauerbeschallung und bevorzuge spielabhängige Unterstützung mit Erholungsphasen. Aber gut, die meisten Zuschauer scheinen es genau so zu mögen, denn sie machen ja alle mit.

Mein Tipp für die Saison: Die Rhein-Neckar-Löwen werden Meister und der DHfK Leipzig spielt eine gute Saison und landet im unteren Mittelfeld.


Aufstellung:
Rhein-Neckar Löwen:
Appelgren (n.e.), Richard Stochl - Schmid (4), Gensheimer (6/4), Kneer, Sigurmannsson (1), Baena Gonzalez (1), Larsen (1), Reinkind (1), Guardiola (1), Steinhauser (n.e.), Groetzki (5), Ekdahl du Rietz (7), Petersson (1)
Trainer: Nikolaj Jacobsen

SC DHfK Leipzig:
Storbeck (für zwei Siebenmeter), Putera – Naumann, Semper (1), Steinert, Jurdzs (1), Krzikalla, Pöter (6/2), Binder (3), Roscheck, Weber (4), Zhedik (3), Meschke, Milosevic (4)
Trainer: Christian Prokop
2-Minuten:
Petersson (4), Reinkind (2) - Roscheck (4), Meschke (4)
Siebenmeter:
7/5 - 2/2
Schiedsrichter: Jan Grell / Raphael Piper


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Externe Berichte:


Persönliche Statistik:

Dieses Spiel war:
  • Mein 19. Handballspiel in Deutschland
  • Mein 21. Handballspiel insgesamt
  • Mein 268. Sportereignis in Deutschland
  • Mein 404. Sportereignis insgesamt
  • Mein 3. Spiel in der SAP-Arena

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