- 21:26 (11:15)

Sparkassen-Arena
2.320 Zuschauer (ausverkauft)

Handball, 1. Bundesliga (2011/12), 32. Spieltag

Silvio Heinevetter
Silvio Heinevetter
Die Entwicklung der Berliner Füchse ist schon erstaunlich. Zu Beginn der Saison 2005/06 hatten sie gerade so die Lizenz für die 2. Bundesliga Nord er- und am Ende irgendwie die Klasse gehalten. Gut sechs Jahre später stehen sie im Halbfinale der Champions League. Und vor diesem Ligaspiel fehlten nur noch vier Punkte aus drei Spielen zur Sicherung von Platz drei in der HBL und der erneuten Qualifikation für die CL.

Balingen kämpfte noch um den Klassenerhalt. Ihnen fehlten noch zwei Punkte, um das Ziel aus eigener Kraft zu erreichen. Da wohl die Konkurrenz aus Hüttenberg nicht fünf von sechs Punkten holen wird, sollte es jedoch auch so reichen. Aber man weiß ja nie und so legten beide Mannschaften mit vollem Eifer los. Die Füchse, als klarer Favorit hier, wollten die Partie anscheinend nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit beherztem Zupacken in der Abwehr und damit auch etlichen Zeitstrafen hatten sie gleich mal klar gestellt, dass sie den Kampf annehmen.

Zwischen beiden Teams war vor allem ein Unterschied in der individuellen Klasse erkennbar und so führten die Füchse zur Halbzeit mit vier Toren. Am Anfang der zweiten Halbzeit war kurzzeitig die Luft raus und so kam Balingen auf einen Treffer heran. Spannend war es bis ca. zehn Minuten vor Spielende. Dann hatte Berlin wieder vier Tore Vorsprung und siegte am Ende mit 26:21.

In der zweiten Halbzeit hatte sich Heinevetter anscheinend mit Adrenalin vollgepumpt. Dauern rumgemotzt und nach zwei guten Paraden eine vom Zeitpunkt her unpassende und überzogene Jubelfaust in Richtung der knapp zehn Füchse-Fans. Von den Schiris gab’s dafür zwei Minuten wegen Provokation (war wohl nicht so gemeint, konnte man aber so wahrnehmen) und weil er nicht aufhören wollte mit dem Schiedsgericht darüber zu diskutieren, gab’s gleich noch zwei Minuten obendrauf. Für die Stimmung in der Halle war die Aktion super - für die einen war er danach der Held und für das Heimpublikum in der “Hölle des Südens” der Buhmann.

Alles in allem ein unterhaltsames Spiel mit richtigem Ausgang ...


Aufstellung:
HBW Balingen-Weilstetten:
Ziemer (1. – 30., 15 Gegentore/4 Paraden), Puhle (ab 30., 11/6); Wilke (5/4), Herth (4), Gutbrod (3), Schlinger (3), Alvanos (2), Ilitsch (2), Bürkle (1), Häfner (1), Slundt, Sauer, Ettwein, W. Strobel, Wessig (n. e.)
Trainer: Rolf Brack

Füchse Berlin:
Heinevetter (27. - 49. und ab 54., 1 Tor/9 Gegentore/8 Paraden), Štochl (1. – 27., 49. – 54. und bei einem Siebenmeter, 12/2); Ninčević (5/2), Jaszka (4), Pevnov (4), Petersson (3), Christophersen (3), Romero (2), Bult (2/1), Löffler (1), Sellin (1), Stenbäcken, Spoljaric, Laen
Trainer: Dagur Sigurðsson
2-Minuten:
14:14 Minuten (Ettwein/ 3, Slundt, Sauer, Wilke, Ilitsch – Heinevetter/ 2, Petersson, Pevnov, Nincevic, Bult, Spoljaric). Rote Karte gegen Ettwein nach der dritten Zeitstrafe (56.)
Siebenmeter:
4/4:4/3 (Puhle hält gegen Nincevic/ 33.)
Schiedsrichter: Christoph Immel / Ronald Klein


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Externe Berichte:


Persönliche Statistik:

Es war mein erster Besuch in der Sparkassen-Arena, d.h. es war ein weiterer Ground in meiner Sammlung. Er war:
  • Mein 227. Ground (inkl. aller Sportarten)
  • Mein 14. Handball-Ground
  • Mein 139. Ground in Deutschland
  • Mein 12. Handball-Ground in Deutschland
Dieses Spiel war außerdem:
  • Mein 12. Handballspiel in Deutschland
  • Mein 14. Handballspiel insgesamt
  • Mein 225. Sportereignis in Deutschland
  • Mein 332. Sportereignis insgesamt