Allgemeines


Warum und wieso und überhaupt

Was ist Groundhopping?

Groundhopping bezeichnet die Absicht, möglichst viele Stadien, Arenen oder Hallen einer bestimmten Sportart zu besuchen. Der Begriff Ground bezeichnet im Englischen die Spielstätte eines Sportvereins. Und wer hoppt, der "springt" von Ground zu Ground und will in seinem (Groundhopper)Leben so viele wie möglich davon sehen und erleben. Ein Ground gilt als "gemacht", wenn ein Spiel in diesem besucht wurde.

Ein "professioneller" Groundhopper besucht 100 und mehr Spiele pro Jahr, und ein Wochenende mit weniger als zwei Spielen, ist ein verlorenes Wochenende. Er hat mindestens 300 verschiedene Stadien in mindestens 50 Ländern gesehen.

Bin ich ein Groundhopper?

Ich habe mittlerweile 221 Fußballstadien in 29 Ländern und 91 sonstige Grounds auf meinem Konto. Das ist einerseits deutlich mehr als der Durchschnittsbürger, doch reicht dies andererseits nicht annähernd, um mich mit den Profis zu messen. Es ist mein Hobby Nummer 1, aber nicht mein Lebensinhalt. Ich plane die Urlaube nicht nach den Sportereignissen, sondern baue diese in den Urlaub ein. Und eigentlich würde ich gerne viel öfter auf Tour gehen.

Ich beschränke mich übrigens nicht nur auf Fußballspiele. Genauso gerne bin ich bei Handball- und Eishockeyspielen zu gegen. Auch Biathlon und Abfahrtlauf wohne ich bei. Selbst vor Unterwasserrugby schrecke ich nicht zurück.

Warum Hoppen?

Seit ich denken kann, schaute ich allen möglichen Sport im Fernsehen - außer Synchronschwimmen und Reiten. Mein erstes Live-Spiel hat mich absolut begeistert. Später kam die Leidenschaft des Reisens hinzu. Und was ist die Kombination aus beiden Leidenschaften? Genau - Sportveranstaltungen in fremden Gegenden zu sehen. Groundhoppen eben. Wichtig ist mir hierbei immer, dass ich ausreichend Zeit zum Sightseeing habe. Ein Spiel in Bukarest zu besuchen und nicht mal den Parlamentspalast gesehen zu haben geht einfach nicht. Dann lieber ein Spiel weniger.

Stadion- und Länderpunkte

Ein Groundhopper führt Statistik über alle besuchten Spiele. Wie viele Stadion in wie vielen Ländern wurden besucht. Das tue ich natürlich auch. Da es keine DIN-Norm gibt, die festlegt, was als Stadion- und als Länderpunkt zählt, stellt jeder Hopper seine eigenen Regeln auf. Hier sind meine Regeln:

  • Einen Stadionpunkt gibt es nur, wenn das komplette Spiel gesehen wurde. Die Anwesenheit bei lediglich einer Halbzeit, um schnell das nächste Spiel zu erreichen, zählt nicht. Hier ist für mich der Vorsatz entscheidend. Wird die Anreise zum Dezember Pokalspiel am Mittwochabend im fernen Bielefeld durch einen plötzlichen Schneesturm erheblich verzögert, und das Stadion erst mit 30 Minuten Verspätung erreicht, so ist dies Teil der Auswärtsfahrt und der Ground zählt trotzdem.
  • Im Vereinigten Königreich zählt jeder Verband als eigener Länderpunkt.
  • Der Länderpunkt Liechtenstein zählt, obwohl Vaduz in der Schweizer Liga spielt.
  • Es zählen nur Pflichtspiele. Ausnahme sind Länderspiele.
  • Die Liga ist egal. Auch unterklassige Kicks geben einen Stadionpunkt.
  • Die in letzter Zeit neu errichteten und komplett modernisierten Fußballtempel sind neue Grounds. Sie haben außer dem Standort einfach nichts mehr mit den alten gemeinsam. Altes und neues Ostseestadion, Volksparkstadion und AOL-Arena, Waldstadion und Commerzbank-Arena - das sind schon sechs Stadionpunkte. Eine neue Tribüne im Westfalenstadion reicht nicht aus.